Leichte Depressionen – Sendung im Deutschlandfunk vom 17. Januar 2017

Leichte Depressionen – Sendung im Deutschlandfunk vom 17. Januar 2017

Interessante Sendung …

Schwerpunktthema Leichte Depression

Fast jeder Fünfte erkrankt einmal im Leben an einer Depression. Niedergeschlagenheit oder Hoffnungslosigkeit bestimmen das Gefühlsleben, die Betroffenen haben zu nichts mehr Lust und müssen sich überwinden, die Dinge des alltäglichen Lebens zu erledigen. Eine solche depressive Phase ist häufig auf einige Monate begrenzt. Dennoch raten Psychiater dazu, die Symptome immer ernst zu nehmen und einen Arzt zu konsultieren.

Lautet die Diagnose „leichte Depression“, so ist eine Therapie mit Antidepressiva nach neueren Erkenntnissen nur wenig wirksam. Neurologen und Psychiater empfehlen dann meist eine Psychotherapie. Ein anderer Baustein der Behandlung ist die Psychoedukation: Patienten und auch ihre Angehörigen werden vom Arzt über die Krankheit, ihren Verlauf und die Behandlungsmöglichkeiten eingehend aufgeklärt. Das erleichtert den Umgang mit der Depression und schützt vor Rückfällen.

Was sind die ersten Anzeichen einer Depression? Wie wirksam sind pflanzlichen Stimmungsaufheller? Und was tun, wenn ich keinen Termin beim Psychiater oder Psychotherapeuten bekomme?

Studiogast:

  • Prof. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsmedizin Mainz

Vortrag auf der NerdNite am 26. Januar 2017 in Düsseldorf

Am 26. Januar 2017 halte ich einen Vortrag auf der 9. NerdNite im Boui Boui Bilk in Düsseldorf, Suitbertusstr. 149, 40223 Düsseldorf.

Inhalt ist im Wesentlichen mein Emo-Training (Hörbuch / CD / Download im Shop) und ich darf dort auch die Gelegenheit nutzen, einen kleinen Appell in Sachen „Gesellschaftliche Enttabuisierung & Aufklärung von/über Depressionen“ anzubringen. Ca. 300 Gäste werden erwartet und es wird noch zwei weitere interessante „Nerds“ geben, die über ihre Steckenpferde berichten werden.

Wer Interesse hat, hier gibt´s Tickets. 🙂

Nerd-Nite bei Facebook

Eugen Drewermann über Depressionen

….sehr sehenswert, wie ich finde… gerade die Erklärungen um das Thema der seit Kindheit induzierten Daseinsschuld, die z.B. im gefühlten Scheitern der Eltern liegen kann  und aus oraler Ambivalenz … finde ich außerordentlich „spannend“ …  Stichworte: Rechtfertigung der eigenen Existenz und Unterdrückung der eigenen Belange durch Erfüllung der Mutterwünsche, damit das Mutterbild und das eigene Selbstbild nicht gänzlich „zerrissen“ werde… „Unendliche Leidensfähigkeit / Rückzugsfähigkeit / Anpassung / Duldsamkeit“ ….

Bitte stör mich – Kampagne des bayrischen Gesundheitsministeriums

Die Kampagne ist heute angelaufen!!

Psychische Erkrankungen sollen mit der diesjährigen Schwerpunktkampagne des Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministeriums aus der Tabuzone geholt werden. Eine Depression ist häufig und kann jeden treffen – aber sie ist behandelbar. Wichtig ist, dass Betroffene möglichst frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es muss verhindert werden, dass Betroffene aus Angst vor gesellschaftlicher Ausgrenzung keine professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Unter dem Titel ‚Bitte stör mich! – Aktiv gegen Depression‘ wird deshalb für mehr Aufmerksamkeit geworben.

Das Video ist das Endprodukt des Regisseurs Oliver Mohr, mit dem ich zusammenarbeitete bei dem Interview, das bereits in diesem Blog gezeigt worden war. Wie ich finde, ist dieser Teaser eine großartige Arbeit!!

Aktive Beteiligung von Psychiatrie-Erfahrenen in Forschung, Ausbildung und der psychiatrischen Arbeit („Ex-In“, WHO-Leonardo da Vinci-Pilotprojekt)

Die Weltgesundheitsorganisation fördert die Einbindung von erfahrenen Patienten in Therapiekonzepte und deren Optimierung.

Das Curriculum wurde im Rahmen des europäischen Leonardo da Vinci Pilotprojekts EX-IN entwickelt. Bereits 2005 wies die Weltgesundheitsorganisation (WHO) darauf hin, dass die aktive Beteiligung von Psychiatrie-Erfahrenen und ihren Angehörigen die Qualität der Versorgung in psychiatrischen Diensten verbessert.

„Die Erforschung und Behandlung psychischer Störungen hat eine lange Tradition, in der die psychiatrisierten Menschen als Objekt der Wissenschaft betrachtet werden. Den Erfahrungen der Betroffenen wird kaum eine Bedeutung beigemessen. Das daraus resultierende Versorgungssystem lässt genesungsorientierte Ansätze unberücksichtigt und viele NutzerInnen sind mit dem Angebot unzufrieden.“ (Quelle: Ex-In)

Psychiatrie-Erfahrene verfügen über ein großes Wissen über unterstützende Haltungen, Methoden und Strukturen. Dieses ExpertInnenwissen wird die Psychiatrie in Lehre und in der Genesung verändern. Im Rahmen des europäischen Pilotprojektes Ex-In wird der Grundstein für eine Qualifizierung von Psychiatrie-Erfahrenen gelegt. Im Zusammenwirken sechs europäischer Staaten wurden umfangreiche Ausbildungsmodule entwickelt und erprobt.

In der Zusammenarbeit mit Psychiatrie-Erfahrenen entwickeln Mitarbeiter in der Psychiatrie und psychosozialen Dienste ein besseres Verständnis für genesungsfördernde Aspekte in den jeweiligen Hilfsangeboten.

Durch die Einbeziehung der Experten aus Erfahren

  • erweitert sich bei den Mitarbeiter psychiatrischer Dienste das Verständnis für psychische Erkrankungen
  • wird neues Wissen über genesungsfördernde Faktoren in die Hilfsangebote ingegriert
  • werden neue Inhalte in die Ausbildung der Fachkräfte entwickelt
  • entwickeln sich innovative Angebote, die sich an den Genesungsbedürfnissen der Nutzer orientieren.

Darstellung mit Maus-Experimenten

Natürlich bleibt vieles verkürzt, aber dennoch vielleicht für manche Zuschauer interessant….

Aus der Videobeschreibung der „Theatergruppe Feder“: Ein Film über Depression, der nicht depressiv macht! Retrospektiv wird die Geschichte einer Depressionserkrankten erzählt. Symtpome, Entstehung und Lösungsansätze werden dargestellt. Der Psychiater und Therapeut Dr. Christoph Heck und die Theatergruppe „Die Feder“ machen Psychotainment. Ziel ist, psychiatrische Erkrankungen auf einfache und unterhaltsame Weise verstehbar zu machen.

 

„Bitte stör mich“ – Interview im Rahmen einer Kampagne des bayrischen Gesundheitsministeriums

„Bitte stör mich“ – Interview im Rahmen einer Kampagne des bayrischen Gesundheitsministeriums

 

Sehr geehrte InteressentInnen von „Bitte stör mich“

Ich mache mein Leben lang Erfahrungen mit Depressionen und engagiere mich für die Aufklärung und Hilfe rund um unser Thema! Ich möchte Sie einladen, sich noch ein wenig auf meiner Internetseite aufzuhalten und sich mein Angebot einmal anzusehen. Mit meinem eigenen Beispiel möchte ich Menschen berechtigten Mut machen und mit meinen selbst gemachten (guten wie schlechten) Erfahrungen behilflich sein. Sowohl Menschen, die von Depressionen betroffen sind oder die solchen Menschen nahestehen (Lebenspartner, Angehörige und Freunde)…

Schauen Sie sich einmal auf der Startseite um, wenn Sie mögen und treten Sie über den Online-Fragebogen oder telefonisch unter 0173 – 94 65 927 mit mir in Kontakt. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme 🙂

 

Interview Teil 1: Über (meine) Depressionen


Interview Teil 2: Wie können Außenstehende in geeigneter Weise „stören“ (Stören = Helfen)

 

Hurra, es ist fertig! Vor einiger Zeit gab ich dieses Interview im Rahmen der Kampagne des bayrischen Gesundheitsminsteriums, welche den Titel „Bitte stör mich“ trägt und für mehr Aufklärung und Enttabuisierung in der Bevölkerung dienen soll, damit Depressionen einerseits früher behandelt werden und andererseits Außen- und Nahestehende ein besseres Verständnis erhalten.

Der Regisseur Oliver Mohr befragte mich zu Recherchezwecken über meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse in Zusammenhang mit meiner Depression und den Genesungsmöglichkeiten. Innerhalb der Kampagne befindet sich eine rund 8-minütige Fassung des Interviews.

Über die Muße & Achtsamkeit

Muße – ein Thema, das mir – nicht nur in unserem Zusammenhang – ganz besonders am Herzen liegt.

Sie führt uns zu einem Plus an „innerer wahrhaftiger Ruhe“ und wir benötigen sie, um unserem Gehirn die Gelegenheit zu geben, Ordnung zu schaffen, kreativ zu sein und für mehr Ausgeglichenheit zu sorgen.

Aber was ist „Muße“ denn genau?

Sie ist meines Erachtens jedenfalls gar nicht so einfach. Sie ist jedenfalls sicher nicht bloße Freizeit. Wir können sie nicht einfach einschalten. Es ist mehr die Frage nach dem „Wie?“ als nach dem „Was?“… . Freizeit wird gerade in unserer Gegenwart als zeitlicher Gegenpol zu Arbeit – schnell auch zum „Freizeitstress“, weil uns die Werbung, die Medien, die Gesellschaft ein Bild aufdrücken, dass dies oder jenes gemacht werden müsse und wir immer effizient, zielorientiert und leistungsfähig sein müssten …

Jedoch … , was habe ich schon davon, wenn ich zwar zu einem Yogakurs gehe (weil der ja ach so entspannend ist und mich zu meiner Mitte führen kann), aber dort völlig abgehetzt hineile und ich immer noch im gleichen Hektikmodus des ganzen Tags bin, von dem ich durch meine Eile und durch meinen Druck, den ich mir letztlich selbst mache, nicht runter komme? Unser Geist eilt unserem Handeln zumeist voraus: Wir sitzen, aber sind geistig schon aufgestanden. Wir stehen auf und sind geistig schon woanders angekommen etc. … Und Eile bedingt innere Unruhe …

Und so verpassen wir immer wieder den Moment, das „Jetzt“. So leben wir immer wieder hoffnungslos an uns selbst vorbei. Eine schlimme Spirale aus Stress und zwangsläufiger Unzufriedenheit. Weise oder gesundheitsförderlich ist das jedenfalls nicht…

Aber was tun, um zu Muße wirklich zu finden?

Ja, es ist schwer. Auch gerade für mich, weil ich erzieherisch ganz besonders stark zu Leistung und Effizienz geprägt wurde. Aber was hilft´s? Ich möchte mir daraus jedenfalls keine Ausreden mehr schaffen, so wie ich das früher tat, um mich schlussendlich nicht um meine innere Ruhe kümmern zu müssen… Nö, nö, nö:)

Und insofern halte ich es auch für außerordentlich wichtig, dass man seinen „Muße-Zeiten“ nicht zu hohe Bedingungen aufbürdet. Ich muss nicht dazu erst an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit sein, um Muße erleben zu können. Eine kleine Meditation, eine kleine „Nullung“ — die kann ich auch in nur wenigen Augenblicken, idealerweise ggf auch in festen Ritualen leisten … . Dazu gibt es interessante Forschungen von Psychologie Professor Stefan Schmidt der Uni Freiburg, die zeigen, dass Pflegepersonal entspannter und zufriedener wurd, indem man zB einfach nur mal zwischendurch die Treppe ganz langsam nimmt oder vor dem Eintreten ins Krankenzimmer nochmal einen Moment innehielt etc. …

Also versuche ich mich immer wieder daran zu erinnern, einfach mal – aber eben durchaus öfter am Tag – sehr bewusst durchzuatmen, zu lächeln und nur mal kurz die innerliche Stop-Taste zu drücken … ♥

angelehnt an Prof. Stefan Schmidt („Wir sehnen uns nach etwas, das sich selbst genügt“; Happinez 7/2016)

 

Der Klang der Stille

Ich liebe diesen Song (und Text), … immer schon … und erst recht seit dieser Interpretation von David Draiman.
Bezüglich unseres Themas habe ich bei dem Text schlicht die Assoziationen dazu, wie wichtig es ist, sich zu öffnen und über sein Erleben zu sprechen … das Wort für sich zu erheben, für sich einzustehen …

Warum Depressionen bei Männern oft nicht erkannt werden

Depression – warum sie bei Männern oft nicht erkannt wird  I   Quarks & Co | 30.08.2016 | 05:31 Min. | WDR

Männer werden nicht nur anders krank, sondern gehen auch anders mit ihrem Kranksein um. Quarks erzählt die Geschichte eines Mannes, der immer dachte, er hätte einfach zu viel zu tun. Bis er sich das Leben nehmen wollte. Doch er hatte Glück. Eine aufmerksame Ärztin stellte die richtige Diagnose: Depression.

zum Video

Was bedeutet es, glücklich zu sein?

Bei meiner Männerrunde gestern Abend hatten wir ein interessantes Thema. Letztlich diskutierten wir über „Glück“ und das „Glücklichsein“. Es zeigte sich, dass man zuvor wissen muss, wie jemand diese Begriffe für sich definiert. Sehr häufig wird Glück ja auch mit Zufriedenheit gleich gesetzt. Dieser Themenkreis ist geflissentlich Stoff zum stundenlangen Philosophieren und Definieren, aber nichts desto minder vielleicht mal wert, ein paar Takte genauer darüber nachzudenken 🙂

Im Endeffekt waren wir uns alle einig, dass wir „glücklich sein“ im Unterschied zu „zufrieden sein“ allenfalls als ein flüchtiges, nicht fundamentales Gefühl definieren. Es ist letztlich nur ein Moment einer besonders hoch schwingenden Stimmung.

Ich halte den Anspruch, glücklich sein zu wollen, sogar für umittelbar depressionsfördernd.

Denn – nach meiner Erfahrung – hat die anhaltende Suche nach Glücklichsein-Momenten sozusagen zwangsläufig in das Unglücklichsein geführt, weil sich eine endlose Aneinanderreihung von Glücksmomenten niemals einstellen kann und die Suche danach dementsprechend frustrierend und zermürbend sein musste.

Zufriedenheit ist für mich hingegen ein längerfristiger Zustand. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass ich trotz aller Auf´s und Ab´s im Alltag, weitestgehend gelassen mit meinem Leben grundlegend im Einklang stehe und ihm in gewisser Weise dankbar gegenüber stehe. Zufriedensein ist insoweit nicht vom Glücklichsein abhängig. Da versuche ich mehr und mehr hinzukommen.

Lehrer, Trainer u. Erfahrungsexperte Stephan Brückner

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